Mein Leben, meine Erfahrungen

"Leicht ist der Unwissende zufriedenzustellen,

noch leichter wird der gut Unterrichtete zufrieden gestellt.

Aber einen durch wenig Wissen verschrobenen Menschen,

den kann selbst Brahma nicht gewinnen."

Indische Spruchweisheit





Randolf 2012                   Randolf 1982

Meine Lebensgrundlage:

"Wer ernsthaft Wahrheit sucht, der findet sie,
wenn er sie in sich aufnimmt, in sich selbst.
Sie kommt zu ihm und wird ihm offenbar,
wenn er sie liebt.....
Und hat er sie erlangt,
so geht er ein zum höchsten Gottesfrieden."

Bhagavad Gita 38 Vers IV Kapitel

Warum ist der obige Vers meine Lebensgrundlage? Weil ich den anderen Weg, des Selbstbetruges, des Belügens anderer Menschen, der Täuschung, der Flucht vor mir und meinen inneren Wahrheiten, der Lebenswirklichkeit, aufgrund meiner in jüngster Jugend sich langsam entwickelnden Suchterkrankung auf sehr bittere Art und Weise erkennen und durchleben musste.

Ich befasse mich mit dem Thema Suchterkrankungen, denn meine eigene Suchterkrankung hat maßgeblich die Entwicklung, den Fortgang meines Lebens beeinfußt. Ohne Suchterkrankung wäre mein Leben ein anderes Leben gewesen, die Suchterkrankung hat mich im wahrsten Sinne des Wortes aus der "Bahn", meiner Lebensbahn geworfen, und das schon sehr früh, zu Beginn meiner Pubertät. . Es ist mein Thema, da ich selbst mehrfach abhängig von Alkohol, Drogen und Tabletten war. Ich bin durch mehrere Langzeittherapien diesem Teufelskreis der Abhängigkeit entkommen und lebe seit dem 28.05.1982 absolut frei von bewußtseinsverändernden Drogen wie Alkohol, Drogen und Tabletten. 

Im August 2010 habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Mittlerweile, wir haben jetzt Oktober 2012, rauche ich nun seit über zwei Jahren nicht mehr. Trotzdem würde ich nicht behaupten, ich sei nun Nichtraucher, sondern ich bin ein Raucher, der nicht mehr raucht. Bis zum Nichtraucher ist es noch ein weiter Weg. Das spüre ich jedensmal dann, wenn ich in Gesellschaft von Rauchern bin, noch reizt mich die Zigarette, noch macht mich der Geruch des Nikotins an, allerdings bin ich fest entschlossen, nicht schwach zu werden.

Ich möchte nun, da es auf dieser Seite um das Thema Sucht geht, ein Foto von mir aus dem Jahre 1979 einfügen, dass gemacht wurde, als ich in Südfrankreich, genauer gesagt in Marseille, im dortigen Konsulat einen Passersatz anfertigen lassen musste, um die Heimreise nach Deutschland antreten zu können.
Nach Frankreich war ich ohne Planung, ohne Geld, ohne Pass im Vollrausch mit einem Jugendfreund gereist, erst von Essen Hbf nach Köln mit dem Zug, dann von Köln mit dem Zug nach Paris...dort schliefen wir in Decken gehüllt an der Seine und reisten dann per Anhalter mit LKWs und PKWs weiter bis nach Marseille......alles ganz verrückt, so verrückt, wie das Leben eines praktizierenden Suchtkranken nur sein kann....


 Randolf 1979 in Marseille/Südfrankreich

Wie bin ich nun in die Abhängigkeit hineingeraten, wie kam es zu dieser Entwicklung?

Aufgewachsen bin ich mit 3 weiteren Geschwistern, Sabine, geboren 1959, leider schon im Dezember 1988 an Gehirnblutungen verstorben, Petra, geboren 1962 und zu guter Letzt Ute, geboren 1967, von denen ich der älteste war und bin....geboren 1958. Zudem bin ich der einzige Junge in unserer Familie. Von Anfang an war ich ein kränkliches Kind. Als ich 1 Jahr alt war, bekam ich Neurodermitis, eine sehr stark juckende entzündliche Hautkrankheit. Zu dieser Zeit wurde auch meine leider schon sehr früh verstorbene Schwester Sabine geboren. Ob ich mich plötzlich in Konkurrenz zu meiner Schwester sah, und dies zum Ausbruch der Neurodermitis führte, weiß ich natürlich nicht. Aber Neuro ist ja der Begriff für unser Nervensystem, die Lehre davon ist die Neurologie. Die Erkrankung führte schnell zu Krankenhausaufenthalten, da mein kleiner Körper vollkommen zerkratzt von meinen Juckattacken war und und es wohl keine andere Lösung gab, als mich in ein Krankenhaus einzuliefern. Dort wurde ich angeschnallt und bekam zusätzlich kleine Baumwollhandschuhe angezogen, um mich am Jucken zu hindern. Es gab keine Kinderstationen...ich lag auf einer Erwachsenenstation. Dies alles wird nicht spurlos an meiner kleinen Kinderseele vorbei gegangen sein, auch die Tränen meiner wohl verzweifelten Eltern nicht. Später als Kind litt ich sehr unter der Krankheit, andere Kinder wollten nicht mit mir spielen, die Krankheit Neurodermitis war weitgehend unbekannt, man hielt sie für Krätze, und die ist ansteckend. Deshalb mieden mich die Kinder. Ich war ein sehr lebendiges ruheloses Kind, ich kannte keine innere Ruhe, kein Entspannt sein. Das andere Kinder nicht mit mir spielen wollten, verstand ich zwar noch nicht, doch es verletzte und kränkte mich sehr.
Kind sein heißt immer auch ausgeliefert sein, hinnehmen müssen, sich nicht entziehen können...Krankheit kann eine Reaktion sein, von Hilflosigkeit, Verzweiflung, Rufen nach Zuwendung, Aufmerksamkeit....

Ich denke, einiges von dem oben beschriebenen trifft auf mich zu..meine Hyperaktivität zum Beispiel, meine ständige Unruhe, später auch zum Leidwesen aller in der Schule, meiner Lehrer, meiner Mitschüler und zum eigenen Leidwesen..ich mochte mich als Zappelphillipp selbst nicht leiden...später verhielt ich mich aus trotz so...wenn ich schon abgelehnt werde, sollten die anderen einen Grund dafür haben, ich wollte garnicht erst gemocht werden, an mir schien mir nichts liebenswertes...das nahm extremere Formen auf der Weiterführenden Schule an..mein Verhalten passte zum Bild was andere von mir hatten und ich tat alles, um dieses Bild zu bestätigen...damit war der Teufelskreis in der Schule und im Privaten zuhause geschlossen, das schwarze Schaf war geboren...später unter Alkohol, Drogen und Tabletten kokertierte ich teilweise damit, benahm mich besonders ekelhaft, provozierte Streit, begab mich bewußt ins Abseits isolierte mich...Das Looserimage war komplett..und ich gefiel mir darin....
Was aber waren die Ursachen dafür, warum kam es dazu?

Auf meinem Blog zu dem der folgende Link führt, befasse ich mich mit meiner Suchterkrankung, aber auch mit meinem Leben im Hier und Jetzt, meinen Erfahrungen, meiner Entwicklung, meiner Familie und mit meinen schönen Erfahrungen áber ebenso mit den Schickssalsschlägen des Lebens. . Interessierte würde ich herzlich einladen, mich zu begleiten, mir ein Feedback in Form von Kommentaren zu geben, weil diese mir auch die Möglichkeit der Refexion geben.


An- und Einsichten während meiner Lebensreise

Ein weitere Blog, den ich angegt habe, ist unter folgendem Link zu finden:

http://randolftreutler.blogspot.de/    



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